Die japanischen Wappen - MON

japan.Mon Alte japanische Wappen Mon findet außerhalb Japans noch heute in den edlen Kriegskünsten, wie im Iaido, Kendo oder Kyudo. Man sieht die Wappen am festlichen Mon-tsuki-haori, aber auch an den Übungsjacken Keiko-gi. Sie werden nach und nach an fünf Stellen getragen. Rechts und links vorne an der Brust, rechts und links an den Ärmeln und hinten oben am Rücken.

Die japanischen Familienwappen Mon hatten wahrscheinlich ihren Ursprung in der Musterung der Kleiderstoffe. Mon bedeutet nicht nur Wappen, sondern auch Muster. Der Japaner kannte nur ein persönliches Wappen. Länder- Städte- oder Vereinswappen waren ihm unbekannt.

Das japanische Wappen bestand aus einer Figur, die entweder frei oder von einer Kreislinie Kokumochi beziehungsweise von einem Rahmen
Maru umschlossen war.
Das japanische Wappen steht nicht wie das europäische innerhalb eines Schildes, sondern schwebt frei und ist an keine Farbe gebunden.

Die Wappenmotive stammten meist aus der Natur. Pflanzen und Tiere dienten als Vorbild und wurden symbolhaft eingesetzt.

Durch das Nichtgebundensein hatten die
Mon einen großen Spielraum und konnten überall eingesetzt werden. Jeder Untergrund war recht, denn die Mon wirkten durch die Shilhoette. Kaum ein Volk war so wappenfreudig wie die Japaner. Wo es nur halbwegsmöglich war, wurde das Mon als Besitzzeichen, mehr aber doch als Dekorationsmotiv angebracht. Der Helm Kabuto, die Lackhüte Jingasa, der Brustpanzer Okegawa, der ärmellose Mantel Jimbaori, der Sattel Kura, die Pferdedecke Kiritsuke und der Steigbügel Abumi, um nur die wichtigsten Stellen zu nennen, zeigten das Mon des Eigentümers. Sebstverständlich zeigte auch das Schwert und seine Bestandteile das Familien-Mon.

Ein eigentümlicher Brauch war das Abgrenzen des Kriegslagers mit an Stricken aufgezogenen Vorhängen
Maku, die mit den Mon des Anführers geziert wurden. Manche Fürsten Daimyo benutzten dazu eigene Wappen, die nur auf ihren Maku angebracht waren.

Von den Kriegern
Bushi wurden, außer am Haori die Mon noch an dem mit Fischbein gesteiften Flügelkleid Kashimono angebracht. Das Mon auf Kleidern war gewöhnlich rein weiß auf farbigem Stoffgrund. Es wurde durch beidseitiges Auftragen eines dicken Breies, aus pulverisierten Sägespänen, Reiskleister und einem Klebestoff aus dem Saft der Kletterpflanze Kadzura japonica, auf den ungefärbten Stoff, hergestellt. Nach dem Trocknen der Masse wurde der Stoff gefärbt und danach die aufgetragene Masse entfernt, sodaß das Mon zum Vorschein kam.

So wie die Rüstungen, Kleider und Waffen waren auch alle anderen Gebrauchsgegenstände reichlich mit Wappenschmuck versehen.
Sebstverständlich war das
Mon auch über dem Haupteingangstor Koraimon der Schlösser und Burgen in Stein gehauen.


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