BEKLEIDUNG und AUSRÜSTUNG
vom Holzschwert zum Katana

BEKLEIDUNG Grundausstattung

1 Oberteil (Keigogi, )
2 Hose
(Zubon)
3 Gürtel
(Obi),weiß oder schwarz
4 Knieschützer
(Hiza-ate)
5 Sandalen
(Zori)

Um Iaido zu beginnen, reicht am Anfang die Grundausstattung, die nach und nach erweitert werden kann.
Wichtig sind Knieschützer, da besonders am Anfang aus dem Kniesitz Seiza gearbeitet wird.

Die Kleidung für Fortgeschrittene besteht aus einem weiten Hosenrock Hakama, einer Jacke Keikogi, eventuell einem Unterhemd Jubon und einem langen, breiten einfärbigen Gürtel Obi.

Iaido-Grundausstattung
Obi-binden
Der Obi wird bei uns von Anfang an nach der traditionellen Otoko-Musubi Methode gebunden.

Der Obi wird vorne gebunden und anschliessend über rechts nach hinten gedreht.
AUSRÜSTUNG für Beginner

Holzschwert
(Bokken, Suburito),
Holzschwert mit Scheide
(Saya-tsuki-Bokken)



Sobald ein Iaito verwendet wird, ist der traditionelle Hosenrock Hakama obligatorisch.

  Die ersten Lektionen werden mit einem Rundstab oder dem Holzschwert Bokken oder Bokuto erlernt.
Später wird mit dem Iaido-Übungsschwert Iaito gearbeitet. Dieses entspricht einem scharfen Schwert in Form, Länge und Gewicht. Die Klinge ist stumpf und zumeist nicht geschmiedet.
       
BEKLEIDUNG traditionell

Die traditionelle Bekleidung im Iaido und Iai-Jutsu, vor allem bei feierlichen Vorführungen Embu, besteht aus dem langen Oberteil mit Familienwappen Montsuke, dem Unterhemd Shitagi oder Uwagi, einem kostbaren Obi und dem Hakama, der oft auch aus reiner Seide besteht. Dazu weiße Socken Tabi und Zori oder Geta als Fußbekleidung.

Besonders der Hakama hat große Tradition. Ihn zu tragen symbolisiert den Ehrenkodex der legendären Samurai - Bushido.

Der Hakama ist ein japanisches Kleidungsstück dessen Falten für die Japaner religiöse Bedeutung haben. Die beiden Falten auf der Rückseite beziehen sich auf einen japanischen Mythos. Aufgrund einer Legende über die nationale Vereinigung Japans, waren es zwei Götter des Krieges, die mit der Sonnengöttin zusammenarbeiteten um eine Nation zu führen, nur durch ihre Würde und ohne Zuflucht zur Waffengewalt zu nehmen.
Jede der Falten repräsentiert einen der Götter, namentlich Take-Mikazuchi-no-Kami und Futsu-Nushi-no-Kami. Die Koshi-ita, welche die beiden Falten verbindet, repräsentiert die Sonnengöttin, Amaterasu-Omikami. Als Ganzes, stellt dies das Prinzip der Wa (Harmonie) dar.


Die fünf Falten der Vorderseite verkörpern die fünf Tugenden:

1. JIN - Güte, Menschlichkeit
2. GI - Gerechtigkeit,
3. REI - Höflichkeit, Etikette, Respekt
4. CHI - Weisheit, Intelligenz
5. SHIN - Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit

Im weiteren Sinne bedeuten die Falten auch:

YUKI - Mut, Tapferkeit
CHU -Treue, Loyalität
MEIYO - Ehre, Ruhm, Prestige
KOH - Frömmigkeit, Religiösität

Steinhauser-Sensei im Embu-Gi
Das Falten des HAKAMA

Der Umgang mit der Bekleidung soll traditionell und diszipliniert sein. Es sollte immer ein Weg gewählt werden, der ein rasches Ankleiden ermöglicht, obwohl die Kleidung gewissenhaft gefaltet wurde. Es gibt viele moderne Methoden, bei denen die Tradition der Samurai verloren gegangen ist. Wir zeigen hier eine Möglichkeit, wie Komei-Jyuku Sei den HAKAMA zusammenlegen sollten.